Sonnenschein für das Elektrohandwerk



06/24/2009: Die Photovoltaik zählt zu den vielversprechenden Branchen der Zukunft. Von der steigenden Nachfrage profitieren auch die Elektroinstallateure. Jedes dritte Unternehmen im Elektrohandwerk installiert Solaranlagen.

Wer eine Solaranlage erwerben möchte, der erspart sich viel Ärger, wenn er einen Fachbetrieb beauftragt. "Denn für eine sinnvolle Auslegung der Anlage, für die Auswahl geeigneter Komponenten und für die korrekte Installation ist viel Fachwissen erforderlich", erläutert Dr.-Ing. Gerd Böhme, Inhaber der Firma Elektro-Böhme in Elbingerode.

Mit seinen zehn Mitarbeitern hat er bislang jedes Jahr eine Anlage montiert und noch keine schlechten Erfahrungen gemacht: "Wir verwenden ausschließlich Produkte von deutschen Herstellern und hatten damit keinerlei Qualitätsprobleme." Der Großhändler Sonepar Deutschland schaut im Einkauf nicht nur auf den Preis, sagt Thomas Stoye, Leiter der Niederlassung Bautzen der Sonepar-Region Nord-Ost. "Alle Lieferanten werden durch unsere Zentrale sorgfältig überprüft, bevor sie bei uns gelistet werden. Wir vertreiben nur Qualitätsware, denn uns ist es wichtig, dass unsere Kunden zufrieden sind." Das gilt auch für die Photovoltaik - und es zahlt sich aus: "Keine Mängel, keine Ausfälle, keine Klagen", so Stoye. "Wir erreichen mindestens die Erträge, die wir berechnet haben. Aber wir versuchen stets, unsere Handwerkskunden und deren Kaufinteressenten davon zu überzeugen, dass man bei einer Anlage, die mehr als 20 Jahre Leistung bringen soll, nicht auf den letzten Euro schauen sollte."

Sparsamkeit an der falschen Stelle kann böse Folgen haben. Massive Ertragseinbußen und Sicherheitsrisiken aufgrund mangelhafter Montage, Fehlschaltungen oder unzureichend aufeinander abgestimmter Einzelbestandteile sehen die Hersteller von Solarmodulen inzwischen mit Sorge. Im globalen Wettbewerb sind zufriedene Kunden und ein solides Marken- Image derzeit buchstäblich Gold wert.

So beliefert Schott Solar beispielsweise nur noch jene Betriebe mit Modulen, die zuvor eine Schulung absolviert haben. Das Unternehmen legt großen Wert darauf, dass die Handwerksbetriebe ihren Kunden ein Rundum-sorglos-Paket schnüren können. Deshalb erwerben sie nicht nur technisches Knowhow, sondern beschäftigen sich auch mit Themen wie Verkaufsgespräche, Anlagendokumentation oder Versicherungen für PV-Anlagen. Solche Angebote wünscht sich Böhme auch von anderen Anbietern. Schließlich werden mittlerweile 40 Prozent aller PV-Anlagen von Elektrounternehmen installiert. "Natürlich sind Projekte im Megawatt- Bereich Aushängeschilder und wichtig für Umsatz und Image", meint der Elektro-Ingenieur. "Jedoch wünschen wir uns als Innungsverbände, deren Mitglieder, wenn überhaupt zu 90 Prozent PV-Anlagen von 3 bis 30 kWp ausführen, mehr Hinwendung der Hersteller für dieses Marktsegment." Ständige Weiterbildung sei für die meisten Betriebe selbstverständlich, sagt Böhme. Dabei wäre eine stärkere Unterstützung durch die Hersteller von PV-Technik hochwillkommen - inklusive Betriebsbesichtigungen, Vorträge und Seminare.

"Wir würden uns außerdem wünschen, dass sich die Solar-Unternehmen aus der Region auf der efa, der einzigen regionalen Fachmesse in Ostdeutschland, zeigen."

(Quelle: Leipziger Messe GmbH)

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