Die E-Marke: Gütesiegel für Qualität und Service



06/22/2009: Dipl.-Ing. Walter Tschischka, Präsident des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), erläutert Ziel und Zweck der E-Marke für das Elektrohandwerk.

Die E-Marke gibt es seit Januar 2008. Herr Tschischka, wofür steht die E-Marke? Die E-Marke ist eine qualitätsorientierte Dienstleistungsmarke. Wer als elektro- und informationstechnisches Handwerksunternehmen die E-Marke führt, verspricht seinem Kunden hochwertige Leistung und qualifizierten Service. Vorher gab es 35 Jahre lang den e-Blitz.

Wie nehmen die Unternehmen die Umstellung auf die E-Marke auf? Bisher sehr gut. Das Konzept findet innerhalb und außerhalb des Handwerks große Beachtung, das Interesse aus der gesamten Branche ist ungebrochen. In Kürze tagt zum ersten Mal der E-Marken-Beirat, dem die führenden Repräsentanten aller Gruppen der Branche angehören.

Welche Kriterien müssen Unternehmen für die E-Marke erfüllen? Wir erwarten von E-Marken-Betrieben, dass sie fachlich qualifiziert und innovativ sind, dass sie freundlich und vertrauenswürdig auftreten, dass sie ausbilden und ein breites Dienstleistungsspektrum mit einem optimalen Preis-Leistungsverhältnis anbieten.

Welche Rolle spielt dabei der Ausbildungs- und Fortbildungsstandard? Eine sehr große Rolle. E-Marken-Betriebe sollen stets auf dem neuesten Stand sein und ihre Mitarbeiter regelmäßig schulen. Im Fokus stehen auch spezielle Schulungen für den "Vertrieb". Die Teilnahme an qualifizierten Fortbildungsmaßnahmen wird mit Punkten honoriert.

Welche Vorteile bietet die E-Marke den Unternehmen? Die Betriebe setzen ein Zeichen für Qualität und Professionalität. Die Kunden sind bereit, qualifizierte Leistung entsprechend zu entlohnen. Langfristig gesehen, können E-Marken-Betriebe leistungsgerechte Preise am Markt durchsetzen. Ebenso ist die Partnerschaft mit Herstellern und Großhandel ein wichtiger Baustein für die weitere Entwicklung des Konzepts. Denn die Marktpartner haben sich verpflichtet, den Qualitätsgedanken gezielt zu unterstützen. Für die Teilnahme an Schulungsprogrammen der E-Akademie sichern sie Qualifizierungspunkte und Preisvorteile zu.

Wie ist bis jetzt die Resonanz der Unternehmen? Bis März 2009 haben 3.700 Betriebe, Innungen und Landesverbände den E-Markenvertrag unterschrieben. Zugleich haben wir 40 Partner aus Großhandel, Industrie und anderen Organisationen als E-Marken-Partner gewinnen können. Diese Ergebnisse haben unsere Erwartungen weit übertroffen.

Weitere Informationen zur E-Marke gibt es im Fachprogramm der efa - Fachmesse für Gebäude und Elektrotechnik, Klima und Automation (28. bis 30. Oktober 2009 in Leipzig).

(Quelle: Leipziger Messe GmbH)

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